Das Mommseneck


Namenspatron unseres Restaurants ist der Berliner Professor Theodor Mommsen. Der Historiker und Rechtsgelehrte erziehlte als erster Deutscher den Nobelpreis für Literatur. Damit ehrte man ihn als damals noch "größten lebenden Meister der historischen Darstellung, besonders in Anerkennung seiner monumentalen Römischen Geschichte."

Allerdings müssen wir zugeben, dass nicht etwa unser persönliches intensives Studium der Werke Mommsens Anlass der Namenswahl war. Vielmehr ehrte man Mommsen nach seinem Tode 1902, indem eine stattliche Strasse des Nobelbezirks Charlottenburg seinen Namen erhielt. In eben diese Mommsenstrasse eröffnete 1905 eine Kneipe, die der erste Betreiber "Mommsen-Eck" taufte.

Aus dem MOMMSENECK wurde ein stattliches Kneipen-Restaurant - über Berlin hinaus prominent. Als heutige Betreiber haben wir uns gesagt: Nehmen wir doch den Namen mit zum Potsdamer Platz. Denn dieser Name steht für eine grundsolide Deutsche Küche, eine herrliche Bierauswahl und für viel nostalgische Behaglichkeit, die man im Trubel des modernen, neuen Berlin vielleicht gerade zu schätzen weiss.




Wenn Sie aus unseren Panoramafenster nach rechts schauen, sehen Sie - fast an unser Restaurant gelehnt - das einzige Haus, dass am Potsdamer Platz noch stand, als in jener unglaublichen Nacht des 9. Novemver 1989 die Mauer fiel, das Weinhaus Huth.

Der Glaube an ein Ende der deutschen Teilung war zwei Jahrzehnte zuvor aber bei den Stadtplanern offenbar so gering, dass sie die neue Nationalbibliothek mitten in den historischen Verlauf der alten Potsdamer Strasse - zugleich die Reichstrasse Nr. 1 - stellten. So kommt es, dass der Potsdamer Platz, einst verkehrsreichster Platz in Europa, heute Fussgängerzone sein kann.

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